Trennung nach 30 Jahren Ehe?

Immer mehr Paare stellen sich die Frage, ob sie sich nach 30 gemeinsamen Jahren trennen sollen. Ein grosser Schritt, bedenkt man doch, dass die meisten Menschen in so einem Fall mehr als die Hälfte ihres Lebens zusammen verbracht haben. Manchmal scheint dieser entscheidende Schritt unumgänglich zu sein. Dennoch kann die Beziehung noch einmal neu belebt werden.

Macht der Gewohnheit

Oft sind die romantischen Gefühle schon lange erloschen nach 30 Jahren Beziehung und es ist viel eher die Gewohnheit und Vertrautheit, die ein Paar zusammenhält. Jeder ist sich bewusst, was einen tagtäglich erwartet und eine gewisse emotionale Absicherung beinhaltet. Das hat allerdings zur Folge, dass der Alltag langweilig wird und sich schnell wie ein Hamsterradanfühlt. So verbringen viele Menschen Zeit auf Seiten wie Blick.ch oder Parship und sind auf der Suche nach einer neuen emotionalen Achterbahn. In erster Linie ist nicht die Sehnsucht nach einem neuen Partner der antreibende Motor, wenn sich Menschen auf die Suche nach etwas neuem begeben. Viel eher treibt sie die Sehnsucht nach der Flucht aus dem Alltag an. Steht die Überlegung im Raum, sich vom langjährigen Ehepartner zu trennen, ist der festgefahrene Alltag allerdings kein gutes Argument für eine Scheidung. Denn dieser kann durchaus wieder neu belebt werden.

 

Der Beziehung eine Chance geben

Bevor es zur Trennung kommt, sollte daher klar sein, was mit der Trennung aufgegeben wird. An erster Stelle steht die Akzeptanz, dass die Leidenschaft früher oder später erloschen wird. In der zweiten Lebenshälfte ist es viel eher die Freundschaft, auf der die Beziehung aufbaut. Vor einer Trennung sollte daher versucht werden, der Beziehung neuen Auftrieb zu verschaffen, wenn tatsächlich nur die lange gemeinsame Zeit die Ehe hat einschlafen lassen. Um alte Gefühle wieder aufleben zu lassen, kann sich wieder verstärkt darauf fokussiert werden, sich um den Partner zu bemühen. Erste Dates, zu denen sich beide schick anziehen oder Blumen oder kleine Briefchen können positive Auswirkungen haben.
Doch manchmal kann eine Ehe nicht mehr gerettet werden, weil die Entfremdung zwischen beiden Ehepartnern einfach zu gross ist. Oder aber die charakterliche Veränderung ist zu weitreichend, so dass sich einer von beiden nicht mehr vorstellen kann, mit dieser Person den Rest seines Lebens zu verbringen. Wer nach 30 Jahren feststellt, dass es einfach nicht mehr passt, sollte dies auch seinem Partner mitteilen und sich dafür nicht schämen. Ein Eigenheim, finanzielle Beweggründe oder gemeinsame Kinder sollten einen nicht in einer eigentlich längst nicht mehr glücklichen Ehe halten.

 

Warum alleine sein nicht schlimm

sein muss
Häufig wissen Menschen innerlich bereits, wie ihre Entscheidung ausfallen wird und es fehlt lediglich der Mut, den entscheidenden Schritt zu gehen. Zu gross ist oft die Angst plötzlich alleine zu sein und vielleicht den Partner doch zu vermissen. Manchmal hilft eine Trennung auf Zeit, um sich seiner Gefühle klar zu werden.
Viele Frauen nutzen eine Scheidung, um sich noch einmal beruflich weiterzuentwickeln und neu entfalten zu können. Männer hingegen gründen oft noch einmal eine neue Familie. Wer sich nach 30 Jahren Ehe trennen möchte, sollte sich dafür nicht schämen müssen. Denn wer langfristig seine eigenen Bedürfnisse nicht gestillt sieht, für den gibt es auf lange Sicht keine Alternative.
Tatsächlich haben sich die Scheidungsraten nach über 25 Jahren Ehe im letzten Jahrzehnt verdoppelt. Doch woran liegt das? Die Ehe dient heute weniger als früher der Absicherung der Frau und unterliegt schon seit Jahren einem Wandel in ihrer Funktion. Da die Emanzipation seit Jahrzehnten mit großen Schritten voranschreitet und die meisten Frauen selbst berufstätig sind, stehen sie auf eigenen Beinen und sind komplett unabhängig.

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